Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) Bund hat gerichtlich anerkannt, dass der Chefdirigent der Dresdner Philharmonie nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist. Die Verhandlung endete daher ohne Urteil (Az. S 47 KR 789/12).

Die Landeshauptstadt Dresden als Auftraggeberin hatte gegen den Bescheid der Rentenversicherung geklagt. Vor Gericht fand eine ausführliche Befragung zur Ausgestaltung des Dienstvertrages des Dirigenten statt. Dieser legte dar, dass er in seinen künstlerischen Entscheidungen frei sei. In einem Rahmenvertrag seien lediglich 20 Konzerte mit der Dresdner Philharmonie pro Spielzeit vereinbart. Die einzelnen Konzerte würden jeweils separat festgelegt.

Das Gericht vertrat die Auffassung, die Tätigkeit des Chefdirigenten stelle eine selbständige Tätigkeit dar. Daraufhin gab der Vertreter der DRV Bund ein Anerkenntnis ab. Der mit der Klage angefochtene Bescheid wurde aufgehoben.