Das Landesarbeitsgericht Hamm entschied, dass die Belieferung von Bergleuten mit Kohle durch ihren Arbeitgeber Ende 2018 auslaufen und durch die Zahlung einer Energiebeihilfe ersetzt werden darf (Az. 15 Sa 1886/15).

Die Tarifpartner, der Gesamtverband Steinkohle und die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), hatten sich wegen des auslaufenden Steinkohlebergbaus auf eine Tarif-Regelung zum Ende der sog. Hausbrandleistung (Deputatkohle) geeinigt. Ein Rentner der RAG AG war damit nicht einverstanden und forderte eine dauerhafte Belieferung.

Der Rentner unterlag jedoch in erster und zweiter Instanz. Die Klage sei nicht begründet, denn die Energiebeihilfe sei ein gleichwertiger Ersatz für die Kohlelieferung. Der Arbeitgeber sei berechtigt, wegen des Endes der Steinkohleförderung die Lieferung einzustellen.