Das Bundessozialgericht entschied, dass Bezieher von Hartz-IV-Leistungen ihr Einfamilienhaus samt Grundstück verkaufen müssen, wenn es nach den gesetzlichen Vorschriften des Sozialgesetzbuchs zu viel Wohnfläche hat (Az. B 4 AS 4/16 R).

Im vorliegenden Fall hatte ein Ehepaar geklagt, das mit nur noch einem von ursprünglich drei Kindern ein Haus mit 143 qm Wohnfläche bewohnte. Die gesetzliche Obergrenze liegt jedoch in diesem Fall bei 110 qm.

Das Gericht vertrat die Auffassung, ein Hausgrundstück gelte nur dann als Schonvermögen, wenn es eine angemessene Größe habe. Es lägen hier auch keine besonderen Umstände vor. Daher sei die Verwertung des Hauses samt Grundstück für den Lebensunterhalt weder unzumutbar noch unwirtschaftlich.