Das Sozialgericht Koblenz entschied, dass eine mit einfacher E-Mail erhobene Klage unzulässig ist (Az. S 9 KR 35/15). Der Klägerin könne auch keine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gewährt werden, weil sie über die Anforderungen der Klageerhebung in elektronischer Form schriftlich belehrt worden sei.

Das Gericht wies darauf hin, dass eine Klage grundsätzlich schriftlich oder zur Niederschrift des Urkundsbeamten der Geschäftsstelle erhoben werden muss. Die elektronische Form der Kommunikation per E-Mail sei kein Unterfall der Schriftform. Eine elektronisch übermittelte Klage sei nur dann wirksam, wenn sie durch Übermittlung eines qualifiziert signierten Dokuments erfolge, das den Anforderungen der entsprechenden Landesverordnung genüge. Dies ist bei der E-Mail der Klägerin hier nicht der Fall gewesen.