Das Landessozialgericht Rheinland-Pfalz entschied, dass der Träger der gesetzlichen Rentenversicherung einem Versicherten mit degenerativen Veränderungen aller Wirbelsäulenabschnitte die Kosten für einen höhenverstellbaren Schreibtisch, der ein wechselndes Arbeiten im Sitzen und Stehen ermöglicht, zahlen muss (Az. L 6 R 504/14).

Der 196 cm große Kläger benötigte lt. einer betriebsärztlichen Stellungnahme aus gesundheitlichen Gründen einen täglich mehrfach, z. B. elektrisch, höhenverstellbaren Schreibtisch. Er beantragte diesen beim zuständigen Rentenversicherungsträger, wobei er auch eine Bescheinigung vorlegte, wonach sich der Arbeitgeber nicht an den Anschaffungskosten beteiligt. Der Rentenversicherungsträger lehnte die Kostenübernahme ab, weil die Erwerbsfähigkeit des Klägers nicht erheblich gemindert oder gefährdet sei.

Das Gericht gab dem Kläger Recht und verurteilte den Rentenversicherungsträger aufgrund der in der Person des Klägers liegenden besonderen Umstände zur Verschaffung des höhenverstellbaren Tisches. Zur Abwendung einer drohenden Minderung der Erwerbsfähigkeit sei der Kläger auf die Nutzung eines speziellen Schreibtisches, auf dem Computer, Akten, Telefon und Schreibunterlagen Platz fänden, und den er täglich mehrfach in seiner Höhe verstellen können müsse, angewiesen.