Wenn eine Rentenzahlung irrtümlich auf ein falsches Konto überwiesen wird, muss der Rentenversicherungsträger seinen Fehler selbst korrigieren, d. h. den Betrag nochmal auf das richtige Konto zahlen und vom unberechtigten Empfänger das Geld zurückfordern. So entschied das Sozialgericht Koblenz (Az. S 1 R 291/16 ER).

Ein Rentner beantragte den Erlass einer einstweiligen Anordnung, nachdem ihm sein Rentenversicherungsträger den ausstehenden Betrag nicht zahlen wollte. Zwar hatte der Mann zuvor eine falsche IBAN-Nummer angegeben, diese aber noch rechtzeitig vor der Überweisung mündlich und schriftlich korrigiert. Trotzdem war die Zahlung an einen falschen Empfänger gegangen. Der Versicherungsträger wies den Rentner an, sich selbst den Betrag von dem Unbekannten zurück zu holen.

Das Gericht war jedoch der Auffassung, das sei dem Rentner nicht zuzumuten. Der Fehler liege hier beim Versicherungsträger. Dieser müsse das Geld unverzüglich auf das richtige Konto überweisen.