Das Sozialgericht Dortmund entschied im Falle einer Sozial- und Heilpädagogin, die in einer Frühförderstelle im Rahmen eines Vertrages über freie Mitarbeit Fördereinheiten für behinderte Kinder durchführte, dass sie keine selbständige Honorarkraft ist, sondern als Beschäftigte der Sozialversicherungspflicht unterliegt (Az. S 34 R 2052/12).

Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) Bund hatte auf einen sog. Statusfeststellungsantrag hin entschieden, dass die Pädagogin abhängig beschäftigt sei und daher der Versicherungspflicht in der Sozialversicherung unterliege.

Das Gericht bestätigte diese Beurteilung. Als maßgebliches Indiz für eine abhängige Beschäftigung sei zu werten, dass die Pädagogin ihre Tätigkeit nach Maßgabe der inhaltlichen Konzeption und organisatorischen Vorgaben der Einrichtung verrichtet habe. Sie sei gegenüber den behinderten Kindern und ihren Eltern wie eine Bedienstete der Frühförderstelle aufgetreten. Wesentliche Arbeitsmittel und Räumlichkeiten seien gestellt worden. Von einer überwiegend frei gestalteten Arbeitsleistung könne nicht die Rede sein. Vielmehr sei sie eng in die Arbeitsorganisation der Frühförderstelle eingebunden gewesen.