Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg entschied, dass Teilzeitbeschäftigte einer Klinik es nicht hinnehmen müssen, dass sie genauso viele Wochenenddienste machen sollen wie ihre Kollegen in Vollzeit (Az. 26 Sa 2340/14).

Im vorliegenden Fall setzte der Arbeitgeber Teilzeit- und Vollzeitkräfte in gleichem Maße für Wochenenddienste im Labor ein. Die Beschäftigten in Teilzeit mussten ebenso wie die Vollzeitbeschäftigten jeweils an zwei Wochenendtagen im Monat mit derselben Stundenzahl arbeiten. Wegen der insgesamt geringeren Wochenarbeitszeit kam es dadurch zu einer überproportionalen Heranziehung der Teilzeitbeschäftigten. Dagegen klagte eine Mitarbeiterin.

Das Gericht gab der Mitarbeiterin Recht. Dadurch, dass der Arbeitgeber die Beschäftigten in Teilzeit und die Vollzeitbeschäftigten in gleichem Maße zur Wochenendarbeit einteile, liege eine Benachteiligung vor. Dies sei hier auch nicht gerechtfertigt. Der Arbeitgeber habe nicht nachweisen können, dass es hierfür einen sachlichen Grund gebe. So habe er beispielsweise nicht dargelegt, dass nur so die Wochenenddienste abgedeckt werden hätten können.