Das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen entschied, dass ein Feuerwehrmann, der nach abgeschlossenem Wettkampf an einer kameradschaftlichen Runde teilnahm und im Bereich einer sog. “Pinkelrinne” zu Fall kam, nicht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung stand (Az. L 16/3 U 186/13).

Im Streitfall reisten einige Teilnehmer nach einem Freundschafts- und Spaßwettkampf ab und andere blieben in geselliger Runde zusammen. Im Laufe des Abends fiel ein Feuerwehrmann mit einer Blutalkoholkonzentration von 3,0 Promille in die “Pinkelrinne” und zog sich dabei eine Unterschenkelfraktur zu. Die Feuerwehrunfallkasse als gesetzliche Unfallversicherung lehnte die Anerkennung eines Arbeitsunfalls ab. Dagegen erhob der gestürzte Feuerwehrmann Klage. Er vertrat die Auffassung, dass er einen versicherten Wegeunfall auf dem Rückweg vom Wasserlassen erlitten habe.

Das LSG Niedersachsen-Bremen teilte die Rechtsansicht der Unfallversicherung. Nach Auffassung des Gerichts habe sich der Versicherungsschutz nur bis zum Ende der betrieblichen Gemeinschaftsveranstaltung erstreckt. Mit der Siegerehrung sei die Veranstaltung offiziell abgeschlossen gewesen. Des Weiteren sei nach ständiger Rechtsprechung zwar der Weg zur Toilette versichert, nicht jedoch die Verrichtung der Notdurft selbst.