Das Bundessozialgericht entschied, dass für Beschäftigte in einem “home office” kein Unfallversicherungsschutz auf Wegen zur Nahrungsaufnahme innerhalb der eigenen Wohnung besteht (Az. B 2 U 5/15 R).

Im vorliegenden Fall arbeitete die Klägerin aufgrund einer Dienstvereinbarung mit ihrem Arbeitgeber in einem gesonderten Raum im Dachgeschoss ihrer Wohnung an einem Telearbeitsplatz. Auf dem Weg zur Küche, die einen Stock tiefer lag, rutschte sie auf der Treppe aus und verletzte sich. Die beklagte Unfallkasse verneinte das Vorliegen eines Arbeitsunfalls.

Das Bundessozialgericht gab der Unfallkasse Recht. Es habe kein Arbeitsunfall vorgelegen, da sich die Klägerin zum Unfallzeitpunkt nicht auf einem Betriebsweg befunden habe. Nach Auffassung der Richter sei sie auf dem Weg von der Arbeitsstätte zur Küche und damit in den persönlichen Lebensbereich ausgerutscht. Des Weiteren habe sie diesen Weg nicht zurückgelegt, um ihre versicherte Beschäftigung auszuüben, sondern um Wasser zum Trinken zu holen. Damit ist sie einer typischen eigenwirtschaftlichen Tätigkeit nachgegangen.